„Ich erinnere mich, in deinem Sprechzimmer während dieser schrecklichen Monate hundert Mal gesessen zu haben, und jedes Mal denkend, was in aller Welt (zum Himmel) kann er sagen, das mich besser fühlen lässt oder mich am Leben erhält? Nun, da war niemals irgendetwas, was du sagen konntest, das ist das Komische an der Sache. Es waren die dummen, verzweifelt optimistischen, gönnerhaften Dinge, die du nicht sagtest, die mich am Leben hielten, all das Mitgefühl und die Wärme, die ich von dir fühlte, die nicht gesagt werden konnte; all die Intelligenz, Kompetenz und Zeit, die du investiertest; und dein unbeugsamer Glaube, dass mein Leben lebenswert ist. Du warst schrecklich direkt, was schrecklich wichtig war, und du warst gewillt, die Grenzen deines Verständnisses und deiner Behandlung gelten zu lassen und zuzugeben, wenn du dich irrtest. Sehr schwierig in Worte zu fassen, aber auf viele Weise die Essenz all dessen: Du lehrtest mich, dass der Weg vom Suizid zum Leben kalt und kälter und noch kälter ist, aber – mit eisernem Erfolg, der Gnade Gottes, und einem unweigerlichen Wetterumschwung, dass ich ihm einheizen könnte.

- Patient mit manisch-depressiver Krankheit (selbst übersetzt aus: Frederick K. Goodwin & Kay Redfield Jamison: Manic depressive illness, 1990, Oxford University Press)

In ihrem Buch: An unquiet mind schrieb Kay R. Jamison später zu diesem Abschnitt einleitend:

„Wie sehr ich meinem Psychiater zu Dank verpflichtet bin, lässt sich nicht in Worte fassen.“

 

Das Risiko eines Suizidversuchs ist bei bipolar oder affektiv Erkrankten 30-mal so hoch wie bei gesunden Personen. Wenn sie selbst oder ein Freund oder Angehöriger ernsthaft und beharrlich Suizidgedanken äußern, rufen sie einen Arzt oder die Notfallambulanz über die Rufnummer 112. Handeln sie auch gegen den Willen des Betroffenen. Bei schweren Depressionen oder gemischten Zuständen gibt es eine besonders große Gefahr, die dringend einer Klärung durch Fachleute bedarf. Hier einige Adressen aus dem Internet mit Informationen und Krisenhilfe:

 

 

Therapie-Zentrum für Suizidgefährdete,

Universität Hamburg

Universitätskrankenhaus Eppendorf

http://www.uke.uni-hamburg.de/Clinics/Psych/TZS/

 

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS)

http://www.suizidprophylaxe.de/

 

Krisenzentrum Dortmund

am Evangelischen Krankenhaus Bethanien

http://www.krisenzentrum-dortmund.de/

 

Krisenhilfe Münster

http://www.muenster.org/krisenhilfe/

 

Telefon Seelsorge in Deutschland

http://www.telefonseelsorge.de/